Risiken bei der Amalgam-Entfernung
Die Entfernung einer Amalgamfüllung birgt Gefahren für Mensch und Umwelt. Amalgamfüllungen müssen aufgebrochen werden, beim Schleifen entsteht Hitze, das Quecksilber in der Füllung verdampft. Durch Einatmen kann dieser giftige Quecksilberdampf in den Organismus des Patienten gelangen.
Nicht nur der Dampf, auch das feste Quecksilber kann in den menschlichen Organismus gelangen. Zum Beispiel, wenn der Patient kleine Teilchen der aufgebrochenen Füllung verschluckt. Oder indem die Mundschleimhäute herumwirbelnde Quecksilbermoleküle aufnehmen.
Deshalb sind umfangreiche Schutzmaßnahmen bei der Amalgam-Entfernung von entscheidender Bedeutung. Denn gelangen das Quecksilber oder andere Bestandteile der Füllung in den Organismus, können sie immensen Schaden anrichten. Quecksilber wirkt auf das Blut und sämtliche Schleimhäute des Verdauungs- und Atemsystems sowie der Gelenke. Außerdem wirkt es auf die Haut, auf die Psyche und auf das zentrale Nervensystem. Auch bei den anderen Schwermetalle in einer Amalgamfüllung wie Silber, Kupfer, Zink und Zinn sind bereits Auswirkungen auf die Psyche, auf das vegetative Nervensystem und auf das Verdauungssystem, besonders Niere und Blase, festgestellt worden.
Aber auch nachdem die Amalgamfüllungen entfernt wurden, können sie noch Schaden anrichten. So belasten Schwermetalle das Abwasser, das in Klärwerken mühsam gereinigt werden muss. Deshalb unterliegen Zahnarztpraxen genauso wie Unternehmen, die Schwermetall verarbeiten, der besonderen Gewässerschutzauflagen. Mit Hilfe eines speziellen Geräts – dem so genannten Amalgamabscheider – müssen Zahnärzte die ausgebohrten Amalgamfüllungen auffangen und dem Sondermüll zuführen.